Datenschutzkonforme GenAI für ganze Belegschaften, 100 Prozent Verfügbarkeit und rund 4,7 Millionen Dollar Frühnutzen. Allianz, AXA und Manulife stellen ihren Mitarbeitenden sichere Enterprise-GPT-Umgebungen bereit. Für deutsche Versicherer ist das die Grundlage jeder breiten KI-Adoption.
Was ist eine Enterprise-GPT-Plattform?
Eine Enterprise-GPT-Plattform ist eine unternehmensweite, datenschutzkonforme GenAI-Umgebung für Mitarbeitende. Sie unterstützt Texterstellung, Zusammenfassung, Übersetzung und Programmierung, ohne dass vertrauliche Daten das geschützte Umfeld verlassen.
AllianzGPT
AllianzGPT ist die unternehmensweite, datenschutzkonforme GenAI-Plattform von Allianz für Mitarbeitende. Sie unterstützt Texterstellung, Zusammenfassung, Übersetzung und Programmierung und bündelt zahlreiche Anwendungsfälle auf einer freigegebenen Oberfläche.
AXA Secure GPT
AXA stellte mit Secure GPT eine der ersten unternehmensweiten, datenschutzkonformen GenAI-Lösungen eines Versicherers bereit, auf Basis von Azure OpenAI. Mitarbeitende nutzen die Umgebung sicher für Texte, Analysen und Code, ohne dass vertrauliche Daten das geschützte Umfeld verlassen.
Manulife ChatMFC
Manulife betreibt ChatMFC und mehr als 35 GenAI-Use-Cases, agentische KI auf Basis von Akka. GenAI steht 100 Prozent der Belegschaft zur Verfügung, bei 75 Prozent Engagement, rund 40 Prozent nutzen ChatMFC monatlich. Der berichtete Frühnutzen liegt bei rund 4,7 Millionen Dollar, die Callcenter-KI spart 30 bis 40 Sekunden pro Anruf.
Die Zahlen hinter den Cases
- AllianzGPT: unternehmensweite, datenschutzkonforme GenAI-Plattform für Mitarbeitende
- AXA Secure GPT: eine der ersten Enterprise-GenAI-Lösungen eines Versicherers (Azure OpenAI)
- Manulife ChatMFC: 100 Prozent Verfügbarkeit, 75 Prozent Engagement, rund 4,7 Millionen Dollar Frühnutzen, 30 bis 40 Sekunden pro Callcenter-Anruf gespart
Quellen: Allianz, Microsoft Customer Story (AXA) und eine Manulife-Pressemitteilung.
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Was deutsche Versicherer daraus mitnehmen
Eine sichere, datenschutzkonforme Plattform für alle Mitarbeitenden ist die Grundlage, der Nutzen entsteht aber erst durch konkrete Use-Cases und aktive Adoption. Enterprise-GPT ist damit weniger ein Tool als ein Programm aus Technik, Schulung und Governance. Wie KI entlang der Wertschöpfungskette wirkt, zeigt unser Beitrag zu KI in der Versicherungsbranche.
Governance: schnell und trotzdem regelkonform
Eine GenAI-Umgebung für die gesamte Belegschaft berührt unmittelbar regulatorische Anforderungen, besonders beim Schutz vertraulicher Daten. Der Datenschutz nach DSGVO, die aufsichtsrechtlichen Erwartungen der BaFin und die Vorgaben der EU-KI-Verordnung verlangen Nachvollziehbarkeit, klare Verantwortlichkeiten und einen Human-in-the-Loop an den richtigen Stellen. Für deutsche Versicherer ist das die Voraussetzung, um Enterprise-GenAI überhaupt in der Breite einzusetzen.
Technisch gelingt das am besten, wenn KI nicht als monolithisches Großprojekt, sondern als modularer Microservice über stabile Schnittstellen in die bestehende Systemlandschaft eingebunden wird. So lässt sich ein Anwendungsfall klein und risikoarm starten, später skalieren und ein Modell austauschen, ohne den Kernbetrieb zu gefährden.
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