Menu

Enterprise-KI bei Zurich und Progressive: Von der Leakage bis zur Kampagne

Avatar von Steffen Heilmann

am

von

Rund 40 Millionen Dollar weniger Underwriting-Leakage pro Jahr und Kampagnen von Monaten auf Wochen. Zurich betreibt über 500 KI-Anwendungen, Progressive nutzt GenAI für Marketing und Agententraining. Für deutsche Versicherer zeigen beide Fälle die Breite unternehmensweiter KI.

Was ist Enterprise-KI in der Versicherung?

Enterprise-KI bezeichnet den breiten, funktionsübergreifenden KI-Einsatz im Unternehmen, von Underwriting und Schaden bis zu Marketing und Training. Statt einzelner Pilotprojekte entsteht ein Portfolio konkreter Anwendungsfälle auf gemeinsamer Basis.

Zurich: über 500 KI-Anwendungen

Zurich betreibt über 500 KI-Anwendungen auf Azure OpenAI. Berichtet werden eine jährliche Reduktion der Underwriting-Leakage um rund 40 Millionen Dollar und eine 58-mal schnellere Schadenprüfung.

Progressive: GenAI für Marketing und Agententraining

Progressive generiert mit GenAI synthetische Audio-Werbevarianten und simuliert mit einem feinabgestimmten LLM-Chatbot Kunden für das Agententraining. Aus 120 Anzeigenversionen wurden 96 aktiviert (6 Millionen Impressions), die Kampagnenzeit sank von rund 3 Monaten auf unter 8 Wochen.

Die Zahlen hinter den Cases

  • Zurich: über 500 KI-Anwendungen, rund 40 Millionen Dollar weniger Underwriting-Leakage pro Jahr, 58-mal schnellere Schadenprüfung
  • Progressive: 96 von 120 Anzeigenversionen aktiviert (6 Millionen Impressions)
  • Progressive: Kampagnenzeit von rund 3 Monaten auf unter 8 Wochen

Quellen: Microsoft Customer Story (Zurich) und Claritas-Fallstudie (Progressive).

Cover Praxisbeispiel guide

Über 60 weitere Praxisbeispiele finden Sie in unserem Guide

Künstliche Intelligenz ist in der Versicherung längst Realität: 80 Prozent kürzere Schadenbearbeitungszeiten, 55 Prozent weniger Aufwand pro Angebot, dreistellige Millionenbeträge an aufgedecktem Betrug. Unser kostenloser Guide bündelt 61 dokumentierte Praxisbeispiele führender Versicherer entlang der gesamten Wertschöpfungskette, jeweils mit belegten Effekten und eingeordnet in einen Governance-Rahmen aus DSGVO, BaFin und EU-KI-Verordnung. Laden Sie sich den Überblick für Entscheider jetzt als PDF herunter.

Was deutsche Versicherer daraus mitnehmen

Enterprise-KI entfaltet ihren Wert als Portfolio: viele klar umrissene Anwendungsfälle auf gemeinsamer, sicherer Basis statt isolierter Piloten. So reicht die Wirkung von der technischen Marge im Underwriting bis in Marketing und Training. Wie KI entlang der Wertschöpfungskette wirkt, zeigt unser Beitrag zu KI in der Versicherungsbranche.

Governance: schnell und trotzdem regelkonform

Ein breites KI-Portfolio berührt unmittelbar regulatorische Anforderungen, je nach Anwendungsfall unterschiedlich stark. Der Datenschutz nach DSGVO, die aufsichtsrechtlichen Erwartungen der BaFin und die Vorgaben der EU-KI-Verordnung verlangen Nachvollziehbarkeit, klare Verantwortlichkeiten und einen Human-in-the-Loop an den richtigen Stellen. Für deutsche Versicherer ist das die Voraussetzung, um KI unternehmensweit auszurollen.

Technisch gelingt das am besten, wenn KI nicht als monolithisches Großprojekt, sondern als modularer Microservice über stabile Schnittstellen in die bestehende Systemlandschaft eingebunden wird. So lässt sich ein Anwendungsfall klein und risikoarm starten, später skalieren und ein Modell austauschen, ohne den Kernbetrieb zu gefährden.

Mehr Praxisbeispiele im kostenlosen Guide

Diese Backoffice-Cases sind zwei von über 60 dokumentierten Praxisbeispielen führender Versicherer entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das vollständige und kostenlose PDF zum Download finden Sie hier.

Cover Praxisbeispiel guide

    Durch das Ausfüllen dieses Formulars erklären Sie sich damit einverstanden, E-Mail-Kommunikationen von SDA SE Open Industry Solutions zu erhalten. Sie können sich jederzeit von dieser Kommunikationen abmelden