90 Prozent der Schätzungen touchless, 98 Prozent in unter 15 Minuten, Zykluszeiten bis zu 75 Prozent kürzer. Admiral Seguros und Ping An bewerten Kfz-Schäden fotobasiert per KI, ohne Gutachter. Für deutsche Versicherer zeigt das den Standard schneller, bildbasierter Schadenregulierung.
Was ist Touchless-Schadenbewertung?
Bei der Touchless-Schadenbewertung schätzt KI den Schaden allein aus hochgeladenen Fotos, ohne dass ein Gutachter eingreift. Das Modell erkennt beschädigte Teile, schätzt Reparaturkosten und stößt die Regulierung an. Das verkürzt Zykluszeiten drastisch und senkt Gutachterkosten.
Admiral Seguros mit Tractable
Admiral Seguros bewertet Kfz-Schäden fotobasiert mit der KI von Tractable, ohne dass ein Gutachter eingreift. 90 Prozent der Schätzungen laufen touchless, 98 Prozent in unter 15 Minuten, die Zykluszeit sinkt um bis zu 75 Prozent.
Ping An: 95 Prozent Genauigkeit in der Video-Schadenbewertung
Ping An bewertet Fahrzeugschäden über KI-Bild- und Videoerkennung und betreibt für Leben und Gesundheit einen Smart-Quick-Claim. Die Video-Schadenbewertung erreicht rund 95 Prozent Genauigkeit, einzelne Kfz-Regulierungen gelingen in unter 3 Minuten, 56 Prozent der Leben-Auszahlungen laufen über Smart Quick Claim.
Die Zahlen hinter den Cases
- Admiral Seguros: 90 Prozent touchless, 98 Prozent in unter 15 Minuten, Zykluszeit bis zu 75 Prozent kürzer
- Ping An: rund 95 Prozent Genauigkeit der Video-Schadenbewertung, Kfz-Regulierung teils in unter 3 Minuten
- Ping An: 56 Prozent der Leben-Auszahlungen über Smart Quick Claim
Quellen: Tractable-Fallstudie zu Admiral Seguros und Ping-An-Geschäftsbericht 2025.
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Was deutsche Versicherer daraus mitnehmen
Fotobasierte Bewertung senkt Kosten und Zykluszeiten zugleich, wenn klare Regeln festlegen, welche Schäden touchless laufen und wo ein Gutachter nötig bleibt. Eine saubere Bild- und Betrugsprüfung ist Voraussetzung. Wie KI die Schadenbearbeitung verändert, zeigt unser Beitrag zu KI in der Schadenbearbeitung.
Governance: schnell und trotzdem regelkonform
Ein KI-System, das Schäden bildbasiert bewertet und reguliert, berührt unmittelbar regulatorische Anforderungen. Der Datenschutz nach DSGVO, die aufsichtsrechtlichen Erwartungen der BaFin und die Vorgaben der EU-KI-Verordnung verlangen Nachvollziehbarkeit, klare Verantwortlichkeiten und einen Human-in-the-Loop an den richtigen Stellen. Für deutsche Versicherer ist das kein Bremsklotz, sondern die Voraussetzung, um KI in der Schadenbearbeitung überhaupt in der Breite einzusetzen.
Technisch gelingt das am besten, wenn KI nicht als monolithisches Großprojekt, sondern als modularer Microservice über stabile Schnittstellen in die bestehende Systemlandschaft eingebunden wird. So lässt sich ein Anwendungsfall klein und risikoarm starten, später skalieren und ein Modell austauschen, ohne den Kernbetrieb zu gefährden.
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