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Vollautomatische Schadenregulierung: Zurich und Allianz zahlen in Minuten

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Gesundheitsschäden in Minuten statt Tagen und knapp die Hälfte aller Tier-Claims ohne manuellen Eingriff. Zurich reguliert in Chile mit dem Insurtech LISA end-to-end, Allianz zahlt einfache Tierversicherungs-Claims in Deutschland vollautomatisch. Für deutsche Versicherer zeigen beide Fälle die Dunkelverarbeitung im Alltag.

Was ist vollautomatische Schadenregulierung?

Vollautomatische Schadenregulierung, auch Dunkelverarbeitung, bearbeitet berechtigte Standardschäden ohne manuellen Eingriff: von der Meldung über die Prüfung bis zur Auszahlung. Komplexe oder auffällige Fälle werden ausgesteuert und von Menschen bearbeitet.

Zurich mit LISA: Gesundheitsschäden in Minuten

Zurich automatisiert in Chile die Bearbeitung von Gesundheitsschäden gemeinsam mit dem Insurtech LISA end-to-end. Berechtigte Claims werden in Minuten statt Tagen reguliert, Beschwerden sinken, die Betrugskontrolle wird stärker. Die Plattform verarbeitet mehr als 1 Million Claims pro Jahr.

Allianz: knapp die Hälfte der Tier-Claims vollautomatisch

Allianz bearbeitet einfache Tierversicherungs-Claims in Deutschland vollautomatisch. 2025 liefen 49,7 Prozent der Tier-Claims ohne manuellen Eingriff, die Auszahlung erfolgt in Stunden.

Die Zahlen hinter den Cases

  • Zurich mit LISA: berechtigte Gesundheitsschäden in Minuten statt Tagen, mehr als 1 Million Claims pro Jahr
  • Allianz: 49,7 Prozent der Tier-Claims 2025 ohne manuellen Eingriff, Auszahlung in Stunden

Quellen: Zurich (AI at Zurich) und ein Fachbeitrag zu KI-Agenten in der Versicherung (digiqt).

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Künstliche Intelligenz ist in der Versicherung längst Realität: 80 Prozent kürzere Schadenbearbeitungszeiten, 55 Prozent weniger Aufwand pro Angebot, dreistellige Millionenbeträge an aufgedecktem Betrug. Unser kostenloser Guide bündelt 61 dokumentierte Praxisbeispiele führender Versicherer entlang der gesamten Wertschöpfungskette, jeweils mit belegten Effekten und eingeordnet in einen Governance-Rahmen aus DSGVO, BaFin und EU-KI-Verordnung. Laden Sie sich den Überblick für Entscheider jetzt als PDF herunter.

Was deutsche Versicherer daraus mitnehmen

Dunkelverarbeitung gelingt zuerst bei klar abgegrenzten, häufigen Standardfällen mit niedriger Schadenhöhe. Wichtig sind feste Aussteuerungsregeln und eine integrierte Betrugskontrolle, damit Tempo nicht zulasten der Qualität geht. Wie KI die Schadenbearbeitung verändert, zeigt unser Beitrag zu KI in der Schadenbearbeitung.

Governance: schnell und trotzdem regelkonform

Ein KI-System, das Schäden ohne manuellen Eingriff reguliert, berührt unmittelbar regulatorische Anforderungen. Der Datenschutz nach DSGVO, die aufsichtsrechtlichen Erwartungen der BaFin und die Vorgaben der EU-KI-Verordnung verlangen Nachvollziehbarkeit, klare Verantwortlichkeiten und einen Human-in-the-Loop an den richtigen Stellen. Für deutsche Versicherer ist das kein Bremsklotz, sondern die Voraussetzung, um KI in der Schadenbearbeitung überhaupt in der Breite einzusetzen.

Technisch gelingt das am besten, wenn KI nicht als monolithisches Großprojekt, sondern als modularer Microservice über stabile Schnittstellen in die bestehende Systemlandschaft eingebunden wird. So lässt sich ein Anwendungsfall klein und risikoarm starten, später skalieren und ein Modell austauschen, ohne den Kernbetrieb zu gefährden.

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