Bis zu zwei Stunden Zeitersparnis je Submission, 35 Prozent kürzere Angebots-Reaktionszeit, ausgerollt an mehr als 200 Underwriter. Das Insurtech Sixfold bringt mit Zurich und Skyward Specialty agentische KI in die Risikovoranalyse. Für deutsche Versicherer zeigt der Fall, wie autonome Agenten Underwriter spürbar entlasten.
Was ist agentische KI im Underwriting?
Agentische KI beschreibt KI-Agenten, die mehrstufige Aufgaben weitgehend selbstständig ausführen. Im Underwriting triagieren sie Fälle, recherchieren Risikoinformationen und bereiten Empfehlungen mit Quellen auf. Der Underwriter behält die Entscheidung, die zeitraubende Voranalyse übernimmt die KI.
Was der Sixfold AI Underwriter leistet
Die GenAI-Agenten von Sixfold triagieren Fälle, liefern Risikoeinsichten mit Quellen und schreiben Referrals. Bei Zurich North America wurde die Lösung an mehr als 200 Underwriter ausgerollt und spart bis zu zwei Stunden je Submission. Bei Skyward Specialty sank die Angebots-Reaktionszeit um 35 Prozent. Im Januar 2026 folgte eine 30-Millionen-Dollar-Series-B.
Die Zahlen hinter dem Case
- bis zu zwei Stunden Zeitersparnis je Submission (Zurich North America)
- an mehr als 200 Underwriter ausgerollt
- 35 Prozent kürzere Angebots-Reaktionszeit bei Skyward Specialty
- 30-Millionen-Dollar-Series-B im Januar 2026
Die Kennzahlen stammen aus einer Mitteilung von Zurich North America.
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Was deutsche Versicherer daraus mitnehmen
Agentische KI entfaltet ihren Nutzen dort, wo sie ganze Vorarbeits-Ketten übernimmt und Underwriter von Routine befreit, statt nur einen Einzelschritt zu beschleunigen. Wichtig bleibt die Quellenbindung, damit jede Empfehlung nachprüfbar ist. Wie KI entlang der Wertschöpfungskette wirkt, zeigt unser Beitrag zu KI in der Versicherungsbranche.
Governance: schnell und trotzdem regelkonform
Ein KI-System, das Risiken voranalysiert und Underwriting-Empfehlungen ausspricht, berührt unmittelbar regulatorische Anforderungen. Der Datenschutz nach DSGVO, die aufsichtsrechtlichen Erwartungen der BaFin und die Vorgaben der EU-KI-Verordnung verlangen Nachvollziehbarkeit, klare Verantwortlichkeiten und einen Human-in-the-Loop an den richtigen Stellen. Für deutsche Versicherer ist das kein Bremsklotz, sondern die Voraussetzung, um agentische KI im Underwriting überhaupt in der Breite einzusetzen.
Technisch gelingt das am besten, wenn KI nicht als monolithisches Großprojekt, sondern als modularer Microservice über stabile Schnittstellen in die bestehende Systemlandschaft eingebunden wird. So lässt sich ein Anwendungsfall klein und risikoarm starten, später skalieren und ein Modell austauschen, ohne den Kernbetrieb zu gefährden.
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